Nach einem gemeinsamen Gig in Offenburg und Thann erreichte uns im Herbst letzten Jahres eine kleine digitale Nachricht von Fab, seines Zeichens Gitarrist und Sänger unserer Freunde von Zero Talent, mit dem grandiosen Vorschlag, jeweils eine dreitägige Mini-Tour in Deutschland und Frankreich zu spielen. Endlich so schien es, konnte dieser wirklich langjährig gehegte und oft verspottete Traum in Erfüllung gehen. Wir gehen auf Mini-Tour! Bis dahin galt es jedoch, in drei Städten, drei Locations von uns und unserem Vorhaben zu überzeugen. Und tatsächlich, und dies überraschte uns selbst ein wenig, hatten wir Anfang des Jahres nach gefühlten 1000 E-Mails, 980 ausbleibenden Antworten, 11 leeren Versprechungen und 6x „Wir melden uns, sicher“ drei Gigs an Land gezogen. Unser Tourauftakt wurde natürlich in Darmstadt in unserer Oetinger Villa zelebriert. Daran anschließend ging es in die Hauptstadt in den General Dealer Club und abschließend in die VL in Halle (Saale). The Skankpire strikes back! Das Trüppchen von links nach rechts, von stehend nach hockend bzw. liegend: Johnson "Fer-Flour-Tesse-Getränk" Soundguy, Chris "Master-of-Kofferraum-Tetris" Beatguy, Tobi "Pfeffi-Infiltraitor" Blowguy hihi, Simon "oooooh-sweeeet" Trumpetguy, Nika "Queen-of-Erotic-Dancing-and-Singing" Keygirl, Steini "Jogginghose-4-Life" Vocalguy, Henriette "She-will-never-show-her-ass" Saxgirl, Matze "Det-is-mein-Kie-hier-waz" Guitarguy und Zemke "Ich-brauche-Elektrolyte" Bass & Puke-the-iceberg-Salade-out-Guy.
 
 
Nach eifrigem Proben unter Live-Bedingungen, sprich verkatert nach einer Nacht voller Hessenschampus, leichten Erkältungserscheinungen und Jammereinen von den bandeigenen Hypochondern („ich fühl mich gar nicht gut, mein Hals“ oder „ich nehme alles was es an Erkältungstabletten gibt, morgen, morgen bin ich richtig krank“) waren wir bereit für Tag 1. Alles schien nach Plan zu laufen. Im Laufe des frühen Abends dann eine SMS: „Hi, entschuldigt wir sind ein bisschen spate, wir kommen um 8 Uhr.“ Zusätzlich noch ein Anruf mit wildem Geschrei (das ist ja wie bei uns) im Hintergrund und Wortfetzen wie „saaaagggre blöööö“. Ok, äh sie kommen wohl ein wenig später, kein Problem. Nach einer weiteren Stunde, wir hatten uns zwischenzeitlich das leckere Veggie-Chili einverleibt, Zemke noch (!) in Bestform („ich esse deinen Rest auf“), ein weiterer Anruf: Die Zeros waren in Kranichstein an der Tanke gestrandet. „Löö dschipieees, Toonkstellä Total.“ Dem Navigationsgerät mangelte es wohl an Signal. Also fuhren Nika und Ich in Richtung Kranichstein um die Herren abzuholen und in die Oetinger Villa zu eskortieren. Da standen sie: Ein lustiges Trüppchen Franzosen an der Total Tankstelle in Ghetto-Style Kranichstein mit der ein oder anderen Bierflasche in der Hand und jeder Menge Schnauzbärten („Lööö Muuhstaahsch“). Ich weiß bis heute nicht warum sie alle Oberlippenbärte trugen und wir auch alle welche aufgemalt bekommen mussten. Dazu aber später mehr. Ein schönes und herzliches Wiedersehen! Natürlich gab es von Anfang an die üblichen Verständigungsschwierigkeiten („boschuhr, kälke schooos), die jedoch meistens durch einen hilfesuchenden Blick zu unserem Sprachgenie Nika („Niiikaaaaaaaa, wat sacht er?“) gelöst werden konnten. Zur Not einfach Lachen („ja ja haha ja jaa haha“, so schnell weg, bevor er was fragt, Nikaaaaa“).
 
Nach dem üblichen Aufbau und Soundcheck-Martyrium und sprachlicher Nachhilfe für unsere französischen Freunde („Schoppe in de Kopp“ oder auch „Ex oder Offenbacher“) ging es los. Zero Talent waren in Topform! Auch wenn die Villa leider Donnerstagabend nicht sonderlich gefüllt war, hatten sie den Laden im Griff. Als kleines Goodie hatten Zero Talent einen ihrer Songs ins Deutsche übersetzt („Fer – Flour – Teusse Getränk“, also „verfluchtes Getränk“). Eine flotte Mitgröhlnummer per excellence äh entschuldigung "paaaah äxelonz". Es durfte mitgesungen werden und es wurde auch die nächsten drei Tage kräftig mitgesungen. Ich glaube insgeheim, dass sie den Song extra für unsere gute Technik-Seele Johnson geschrieben haben hihi. Zwischenzeitlich hatte sich die Bemerkung von Zemke beim Soundcheck („ich habe ziemlich Bauchschmerzen“) in 6 herzhafte Portionen Bröckelhusten verwandelt. Zemke, seine Gesichtsfarbe hatte sich innerhalb einer Stunde in ein ungesundes gelbgrün verwandelt, schien seinen Eisbergsalat („na ja der lag bei uns im Kühlschrank rum“) nicht sonderlich gut zu vertragen. Ein Wunder, da er sonst alles in sich rein schiebt, was ihm unter die Nase kommt.
 
Also lag Zemke von Bauchschmerzen geplagt optional auf dem Sofa im Backstage oder auf der Wiese vor der Villa. Dank zweier guter Seelen wurden ihm abwechselnd Tee, Kotzeimer und ein Tempo gereicht. Wir waren also an der Reihe. Zemke, dafür mal Respekt, setzte sich auf die Bühne auf einen Stuhl und spielte den Gig so gut es ging mit. Den umgebauten Mikroständer, an dem professionell ein Eimer angebracht war, wollte er aber dann doch nicht benutzen. hihi Mitleid muss bei uns niemand erwarten. Viel eher die Wahrscheinlichkeit, dass sich über die körperlichen Gebrechen des Geschädigten ein Witz an den anderen reiht. Zwischen den Songs gab es für unseren haarigen und nasigen Bassisten immer ein Schlückchen Tee. Zusammenfassend war der Gig den säuerlich-riechenden Umständen gut ( „also eure Hopserei hat mit den Rest gegeben, aber ich wollte nichts sagen“) und nach dem letzten Song wurde der Tee umgehend in den dafür vorgesehenen Eimer befördert („Habt ihr gerade den Zemke gesehen? Ein Strahl war das, ein Kotzstrahl!“). Wir machten uns dann doch ein bisschen sorgen. Wie will Zemke am nächsten Morgen die sechs Stunden Fahrt nach Berlin überstehen?
 
 
Nach vier Stunden Schlaf war die Nacht schon wieder zu Ende. Nika holte mich gegen 8 Uhr morgens ab, da wir noch unseren Bus von der Autovermietung abholen und um 9 Uhr in der Villa zum Frühstücken sein wollten. Alles lief nach Plan. Die Zeros waren schon auf dem Weg ihre Sachen einzuladen und in Richtung Berlin aufzubrechen, ein kurzes „Guten Morgen“ und ein „Wir sehen uns dann in Berlin“ und wir gingen zum Frühstück, während sich die bärtige Truppe schon auf den Weg machte. Blieb also nur die Frage, wie es denn unserem lieben Zemke in der Nacht ergangen ist. Gerüchten zufolge lag er wohl wimmernd in seinem Bett. Aber er kam, wenn auch ein bisschen blass, eine Stunde später und sogar pünktlich zur Abfahrt. Respekt. Wir überließen Chris wie gewohnt das Einladen unseres Equipments. Eigens für diesen Zweck haben wir die Tetris-Melodie auf CD gebannt und in einer Endlosschleife ablaufen lassen. Da wurden Träume wahr. Noch ein kurzer Kaffee-Stopp bei einem örtlichen Supermarkt und auch wir fuhren in östliche Gefilde.
 
Hinter Erfurt klingelte dann wieder Nikas Telefon: „Oh la la sagggggreblöööö“. Zusammenfassung: Der Bus von Zero Talent hatte vor Erfurt seinen Dienst verweigert. Ich weiß nicht genau, ob es stimmt, dass sie mit angezogener Handbremse gefahren sind…äh ich sage mal, das ist bestimmt nicht der Fall gewesen huuust. Aber das Video wie Wasser auf den Bremsscheiben des Busses in einen anderen Aggregatzustand namens Wasserdampf verwandelt wird, lässt doch die ein oder andere Vermutung…na ja lassen wir das. Das warf natürlich gleich mehrere Fragen auf: 1. Warum sind sie denn noch vor Erfurt, während wir 1 Stunde später losgefahren sind, aber jetzt nur noch 150 km vor Berlin sind….vielleicht wurde der Bus ja durch irgendetwas gebremst…äh. 2. Was tun? So viele Fragen sind es dann doch nicht gewesen. Durch den Besitz technischer Innovationen, früher nannte man es Mobiltelefon, gelang es Nika dann eine Autovermietung im Nirgendwo von Erfurt ausfindig zu machen, bei denen sich die Zeros einen Bus für den Rest der Tour mieten konnten, während ihr Handbremsmobil bei der örtlichen Werkstatt in den nächsten Tagen versorgt wurde. Die Rechnung belief sich nebenbei erwähnt auf 2800 €uro. Det is hart Freunde.
 
Der Zeitplan wurde dadurch natürlich leicht nach hinten geworfen, da die Zeros die Drums dabei hatten, ohne die wir ja nicht spielen konnten. Wir riefen also bei Uwe, der sehr sehr nette Besitzer des General Dealer Clubs, an, um ihn die aktuelle Sachlage mitzuteilen. „Ja det is äh also da können wir, also det Schlachzeug, ach äh kommt doch erstmal her wa“. Nach weiteren Navigationstipps an mich („also wenn de runter kommst wa, da am, hier, am äh, hier Baumarkt wa, det Hotel könnta jetzte einchecken, ne ach, äh, links, fahrt immer links und dann rechts wa, am Obi äh bis 23 Uhr könnta einchecken wa“), was immer ein Fehler ist, da ich meistens nach zwei Richtungsangaben die erste wieder vergessen habe und über einen gänzlich fehlenden Orientierungssinn verfüge, ging es nach Berlin. „Wie links? Wat Obi? Hier ist kein Obi“.
 
Der General Dealer Club ist ein schöner und vor allem großer, vielleicht für uns zu gross, Club in Köpenick. Im Backstageraum erwartete uns schon ein kühles Bier, dem wir uns natürlich wohlwollend annahmen. Dann ein kleiner Plausch mit Uwe und es hieß, die Allüren gehen zum ersten Mal gemeinsam in ein Hotel, dass uns Uwe bezahlte. Es wurde also spannend. Die Dame von der Rezeption wirkte auf jeden Fall ein wenig verschreckt. Vielleicht lag es auch an Tobi’s Koffer, ein blauer Müllsack, oder an unserem allgemeinen Erscheinungsbild. Nach der Schlüsselvergabe und dem Beziehen unserer Zimmer, machte sich eine Delegation zur örtlichen Trinkhalle („ne nix Netto, ich will irgendwo ein Bier trinken, so in ner Trinkhalle“), die Mädels zur Pizzeria, Zemke, Chris, Tobi und Ich zum Netto ein bisschen was zu essen und zu trinken, Bier, kaufen. Gesagt getan, Zemke ging es soweit besser, dass er sich eine Biskuitrolle und Salzbrezeln kaufte und beides gleichzeitig („Ich brauch Elektrolyte“) in seinen bleichen Köper schob. Det is hart Freunde. Noch ein Kästelchen Bier und zurück in das Hotel. Wieder schaute die Dame von der Rezeption ein wenig irritiert, ließ uns aber samt den Bierkasten wortlos passieren. Die Mädels hatten dagegen mit ihrer Pizza weniger Glück. Nachdem die erste Ladung Bier den Teppich des Zimmers, sagen wir mal benässt hatte, ging es auch schon wieder zurück zum Club, wo die Zeros auf uns warteten.
 
Nach einiger Zeit fanden sich auch ein paar Gäste im Club ein, wenn es auch eher spärlich besucht war. Dies hatte nach Angaben von Uwe aber auch mit der örtlichen Faschokneipe zu tun, die ein Jubiläum feierten, und sowohl die Antifa (sehr gut) als auch die Polizei auf den Plan rief. Problem war nur, dass jeder potentielle Besucher auf den Weg in den General Dealer durch diese wilde Mixtur aus Fascho-Arschlöchern, Polizei und Gegendemonstranten durch musste. Auch das bandinterne Klima war nicht sooo gut, dass der Gig leider nicht zu unseren besten zählte. Arne, der gerade in Berlin war, kam sogar auch noch, hörte allerdings nur das letzte Lied, weil er erstens zu spät war und zweitens versehentlich vor der besagten Fascho-Kneipe stand. Dagegen waren Zero Talent wieder in Topform. Wie machen die das nur?. Da wir an diesem Abend als erstes spielten konnten wir wenigstens die Jungs aus Frankreich schön abfeiern. Ich glaube ich habe an einer Stange getanzt… Zemke wurde unterdessen von einer Frau, ichsage mal in den besten Jahren, angeflirtet („komm tanz doch mal mit“ – „ne ich habe die ganze Nacht gekotzt“ – „oooooh“ es folgte ein Küsschen auf die Backe und eine Umarmung), eine Runde Schnaps wurde ausgegeben, da Uwe Geburtstag hatte, Henriette wurde des Öfteren von den Zeros aufgefordert ihr Popöchen zu zeigen, was sie natürlich nicht tat und Ersatzweise von anderen Bandmitgliedern übernommen wurde (Namen werden keine genannt äh), eine weitere Runde Schnaps wurde ausgegeben. Für mich persönlich war an diesem Abend fatal, dass es kein vegetarisches Catering gab, und ich lediglich 2 Brötchen mit Aufstrich und ein paar Elektrolyte-Salzbrezeln gegessen hatte, sodass die Bierchen ihre Wirkung relativ schnell und ausgiebig zeigten. Ein abschließender Plausch mit Uwe („janz ehrlich, ick sach mal so, finanziell war det en Disasta“) und es ging mit dem Taxi („hat man sie bezahlt?“ – „du kannst ja nochmal bezahlen“) zurück ins Hotel, denn die Party war noch nicht vorbei. Ein Fernseher wurde aus dem Zimmer in die Lobby gebracht und dort angeschlossen, ein Sofa wurde aus der Lobby in unser Zimmer importiert und anschließend wieder wohlbehalten zurück gebracht ("Super Idee gewesen, genial fast schon"), der Zimmeransässige Fön wurde auf seine Funktion überprüft, die üblichen Death-Metal-Song Ankündigungen („aaaaarrrghuaaarrghh“), sinnloses Geschrei in- und außerhalb des Zimmers („Sha la la laaaaaa“), sodass optional Teile der schon schlafenden Zeros und Allüren geweckt wurden….eine standesgemäße SkaAllüren Aftershow-Party.
 
 
Das Wetter war schön an diesem Morgen in Berlin. Die Sonne schien und ließ das Kätzchen der letzten Nacht wenigstens ein bisschen in Vergessenheit geraten. Auch wenn klar war, dass Teile unserer Truppe noch ziemlich angedröselt waren. Da half nur das berühmte Doppel-K: Kaffee und Konterbier. Während die eine Hälfte also unseren Bus vom General Dealer abholte, ging der andere Teil zum Kiosk, um sich mit besagter Kombination einzudecken. Heute ging es in Richtung Halle, wo wir nicht nur unseren letzten Gig spielten, sondern auch einen Radio-Interview-Termin beim Lokalsender Radio Corax hatten. Möglich wurde uns dies durch Henriettes Schwester Philipina aka Philadelphia aka Filine, die dort eine kleine Sendung moderierte und uns zu sich einlud. Nach eineinhalb Stunden Fahrt, die Zero Talent dazu nutze sich philosophische Sätze („Fer-flour-Teusse-Getränk“) auf ihre Popöchen zu schreiben und uns während der Fahrt entgegenzuhalten, waren wir in Halle. Ein ganz nettes Städtchen. Es ging auch gleich zum Radiosender, wo uns Philpilina schon erwartete („Sag mal gehört der freakige Haufen da unten zu dir?“). Ein bisschen Wartezeit wurde überbrückt, Absprachen getroffen („Matze rede nicht immer dazwischen und versuche, das wenigstens ein bisschen ernst zu nehmen“) und unser erstes Radiointerview begann. Im Player unten, könnt ihr es euch anhören.
Radio:
 
Mit dem leichten Rockstar-Gefühl führte uns Phulupimpa durch das schöne Halle, Fotos wurden gemacht, einem Straßenmusiker zugehört, sich auf den Boden in die Fußgängerzone gelegt (Zemke) und einem Punker auf das abendliche Konzert hingewiesen. Interessant war die Art und Weise, wie dies geschah. Nachdem uns der sympathische Punker uns anhand der, sagen wir leicht schäbigen Außengestaltung unserer Astralkörper als Seinesgleichen erkannt hatte und uns schon grüßte, reagierte Zemke prompt: „Hier wat machste denn heute Abend?“ Allerdings war der potentielle Konzertbesucher schon 50m weiter gelaufen. Sodass sich in der Folge Zemke über die besagte Distanz in der Fußgängerzone anschrien. Natürlich kam niemand auf die Idee, dem anderen ein wenig entgegenzukommen. Der Hunger kam wieder zurück und so wurde eine Pizzeria angesteuert. Es gab einen Tisch mit Tischdecke und Kerzen, eher ungewöhnlich für die letzten Tagen, einen lustigen Kellner und leckere Pizza. Das tat mir persönlich gut, nach 2 Tagen wieder etwas Warmes und vor allem Fettiges zu essen. Ein Mysterium war allerdings die Toilette. Tür: Geschlossen. Türklinke: Keine vorhanden. Logisches Denken….wir warten ein paar Augenblicke, die den Schlafentzug und das Bier huldigen…ah wahrscheinlich ein Sensor. Leicht hüpfende und Vor- und Zurück-Bewegungen. Tür: Geschlossen…Der Trick lag darin, dass sich an der Seite ein kleine Schalter befand, den man allerdings auf den ersten Blick nicht sah. Die Rechnung wurde bezahlt („12 Euro minus 30 Cent“ – ah er meint 11.70 Euro) und eine Sehhilfe für Zemke („ich brauche eigentlich schon seit ein paar Monaten eine Brille“ - dies erklärt auch 1. Warum er immer sehr ruckartig mit seinem Auto Kurven fährt, er sieht sie nämlich vorher schlicht nicht, und 2. Unseren Mietbus NICHT fahren darf) in einem 1-Euro-Laden gekauft und zur Location, der VL gefahren.
 
Die VL in Halle ist ein tolles Alternatives „Zentrum“ mit einer Kneipe, einem Konzertsaal einem Bio-Laden. Innen alles sehr schön gemacht. Vergleichbar mit der Alten Pauline in Deadmold. Es gab superleckeres Catering, gefüllte Teigtaschen mit verschiedenen Dips, ein kleines Bierchen, ein kleiner Streit unter den Bandmitgliedern und die übliche Warterei auf den Soundcheck bzw. den eigentlichen Gig. Da es der letzte gemeinsame Abend war, ließen es sich die Zeros nicht nehmen, uns allen einen Bart („aaaah löööö mustaaasch“) mit einem Edding aufzumalen. Und dann ging der letzte Gig los. Die Bude war voll und die Stimmung entsprechend großartig. Das Publikum war einfach der Hammer. Nachdem die Zeros wie gewohnt den Laden ordentlich rockten, waren wir an der Reihe. Wir waren heiß! Es versprach ein guter Tour-Abschluss zu werden. Natürlich hatte nicht nur meine Stimme die letzten Tage extrem gelitten (ich hatte das Gefühl ein Nadelkissen im Rachen zu haben, die gefühlten 1000 Death-Metal-Ansagen trugen jetzt auch nicht zur Genesung bei), sondern auch mein Equipment. Zunächst verabschiedete sich mein Netzteil, dann der Kanalumschalter am Verstärker und schlussendlich riss der Gitarrengurt aus der Halterung ab. Aber das Konzert war wirklich so, wie wir es erhofft hatten. Großartig Halle, großartig!!! Bei East Side Beat kamen noch die Zeros mit auf die Bühne und sagen kräftig mit. Schön war‘s!! Der Punker vom Nachmittag war sogar tatsächlich da. Das musste natürlich standesgemäß gefeiert werden. Es gab ostdeutsche, alkoholhaltige Spezialitäten und das ein oder andere Bier. Die Zeros gingen zeitig schlafen, da sie am nächsten Morgen früh nach Hause mussten. Also wurde sich herzlich voneinander verabschiedet und sich ein „oooh rewuuuar-Schnäpschen einverleibt. Für uns wurde es jedoch wieder eine lange und laute Nacht...bevor wir am Sonntag Nachmittag wieder in Richtung Darmstadt fuhren und merkten, dass die Edding-Bärte nicht so einfach abwaschbar waren und uns den ein oder anderen irritierten Blick an den Raststätten einbrachten. Allen voran unser Tobi...

Abschließend noch Mal vielen, vielen, vielen Dank an alle, die uns unsere Mini-Tour ermöglicht haben. Es war ein anstrengender, aber schöner Trip. Danke Zero Talent! Danke VL! Danke Philine! Danke Uwe! Danke Villa! Danke Publikum! Wir freuen uns jetzt auf Frankreich.